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Wenn Zahlen, Fakten und Emotionalität aufeinandertreffen

26. September, 2014

Neben dem WDR, MDR und SWR hat sich auch der RBB als öffentlich-rechtlicher Sender für die Nutzung von Pageflow entschieden. Mit „Stadt der Mieter“ erzählen die Reporter des RBB und Volontäre der Electronic Media School eine Geschichte über Wohnungssuchende, Mieter, Vermieter, Wohnformen und den Protest gegen immer höhere Mieten. „Das Thema lag uns schon immer nahe“, erklärt Wolfram Leytz, verantwortlich für den Bereich Aktuell von rbb-online.de

Was passiert aber, wenn Zahlen, Fakten und Emotionalität aufeinander treffen? Denn Pageflow lebt von der Emotionalität – von den Geschichten der Menschen, von seiner Multimedialität. „Der Ansatz war ‚wir erzählen die Geschichte anhand von Leuten’, erklärt Leytz, „deshalb haben wir da drin einen Luxussuchenden und eine Frau, die kaum eine Chance hat etwas zu finden.“ Die Möglichkeit ebenfalls über die Problematik der Stadt zu schreiben oder warum die Finanzen in der Stadt völlig falsch oder richtig eingesetzt werden, sieht der RBB-Mitarbeiter allerdings nicht.

„Text ist nicht die Stärke von Pageflow. Fakten sind nicht die Stärke davon. Sondern eben Geschichten erzählen“, so Wolfram Leytz. Der Reiz sei ja eher mit einer visuellen Darstellung durch die Geschichte zu führen. Doch die Reportage Stadt der Mieter beinhalte eigentlich viel mehr Aspekte, sei komplexer. „Im Prinzip hätte man da zwei oder drei Pageflows raus machen können.“ Für die nächste Reportage würden er und seine Kollegen das Thema deshalb mehr eingrenzen – viel mehr präzisieren.
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Ein Thema mit einem genauen Schwerpunkt ist demnach auch für Pageflow das A und O. Aber bei der Frage, ob eher Zahlen oder Emotionen funktionieren, sagt Leytz ganz klar: „Man kann immer beides reinbringen, aber man muss den Schwerpunkt schon auf die Geschichte der Leute legen – dafür ist dieses Format stark.“

Damit manche Themen aufgrund ihrer Komplexität jedoch nicht unter den Tisch fallen und mit Pageflow dennoch realisiert werden können, arbeiten wir natürlich noch fleißig an der Weiterentwicklung des Tools: Einbau von Statistiken, Platz für mehr Text oder eine interaktivere Gestaltung. „Es ist halt ein Format für emotionale Erzählweise“, so Wolfram Leytz, „aber mit geschicktem Arbeiten an diesem Format, ermöglicht man einfach seine wahre Einsatzfähigkeit.“


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