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Pageflow beim MDR – “Zug in die Freiheit”

25. August, 2014

Anders als beim Fernsehen, Radio oder Online vereint Pageflow gleich drei Medien. Genau diese Multitmedialität macht das Reportage-Tool auch für die Landesrundfunkanstalten, wie den MDR, interessant. Im Moment steht das Programm des MDR ganz unter dem Motto „25 Jahre friedliche Revolution“. 

Zum großen Doku-Drama „Züge in die Freiheit“ hat die „Damals im Osten“-Redaktionsgruppe mit „Zug in die Freiheit“ ein Pageflow-Multimedia-Special geschaffen, das die Ereignisse von damals noch einmal lebendig werden lässt.

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Emotionen und Bildgewaltigkeit
„Unsere Redaktion ‘Zeitgeschehen’ hatte so bildstarke Daten, dass es uns wichtig war, die Geschichte auch emotional noch einmal erzählen zu können“, erklärt Christoph Rieth, Mitarbeiter beim MDR. Während bei einer normalen, geschriebenen Reportage die Texte die Geschichte erzählen, lässt der MDR mit Pageflow die Bilder und O-Töne aus dem Archiv sowie Zeitzeugen erzählen. „Wir dachten uns, wenn wir schon die Möglichkeit haben den Leuten zu zeigen, wie es war, dann sollten wir es auch genauso tun“, sagt Rieth. Die historische Ansprache von Bundesaußenminister Hans-Dieter Genscher, die jubelnde Menge nach seiner Botschaft, die Erinnerungen eines damaligen Flüchtlings – all das würde in einer geschriebenen Reportage nicht den gleichen Effekt haben. „Deshalb war Pageflow ein super Tool, um genau diese Emotionen und Bildgewaltigkeit darstellen zu können.“

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Plus-Punkt: Editierbarkeit
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem WDR und vor allem der Sportschau hat sich auch der MDR für Pageflow entschieden. „Es war natürlich auch unser Wunsch ein Produkt zu haben, was sich weiterentwickeln kann – nichts Abgeschlossenes“, so Rieth. Denn Storytelling sei schon vorher ein großes Thema im Sender gewesen – jedoch meist mit abgeschlossenen Geschichten. Die Editierbarkeit der Pageflow-Reportagen birgt somit auch für den MDR neue Möglichkeiten. „Das ist noch nicht der Endstand der Reportage“, verrät Rieth, „der MDR wird auch die Geschichte der Menschen in den Zügen erzählen.“ Dafür entwickele sich die Story bis zur Ausstrahlung des Doku-Dramas noch weiter.

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Lineare Erzählweise und einfache Benutzung
Um die Nutzer mit auf eine Reise durch ein Thema zu nehmen, muss man sie schon am Anfang abholen. Ein einfacher Zugang ist also das A und O. „Die Leute können sich durch einfache Bewegungen, durch Scrollen und durch Pfeiltasten durch eine Geschichte hangeln“, meint Rieth. Aber auch die lineare Erzählweise ist bei Reportagen wie „Zug in die Freiheit“ in gewisser Form wichtig. „Manchmal will man die Leute ja doch an die Hand nehmen, um eine Geschichte zu erzählen.“ So lange jedenfalls, bis der Nutzer selbst eingreifen möchte. Denn auch das gehört dazu. Nutzer können O-Töne, Videos oder ganze Seiten überspringen, aber zu besonders interessanten Inhalten eben auch zurückgehen. „Das ist schon spannend und beim Fernsehen ja anders, da kann man nicht zurück“, räumt er ein.

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Gemeinsame Weiterentwicklung
Für ein Multimedia-Haus, wie es der MDR ist, bedeutet Pageflow auch zukünftig Inhalte multimedial aufbereiten zu können. „Uns ist es dabei wichtig, dass es eine gemeinsame Weiterentwicklung gibt – einen nahen Austausch mit allen die an Pageflow beteiligt sind“, betont Rieth. „Was der WDR beispielsweise entwickelt, finden wir spannend und was wir uns wünschen, der WDR bestimmt genauso. Das ist ja auch das Grundprinzip was hinter Pageflow steckt.“


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